Einsichten: Zur Entstehung des ROTTALER GSICHTER MAGAZINs

Sie sind spannend, die Tage kurz bevor die nächste Ausgabe des ROTTALER GSICHTER MAGAZIN gedruckt wird. Ich erinnere mich, als es vor etwa einem Jahr zum ersten Mal so weit war. Ich lag allabendlich mit Herzklopfen im Bett und in meinem Kopf rotierten die Gedanken: Hatte ich nicht noch was vergessen? Waren die Texte soweit wirklich in Ordnung? Und wenn doch noch Fehler drin waren? Seitenzahlen? Strichcode? Es lief sich alles darauf hinaus, sein “Baby” vertrauensvoll aus der Hand zu geben. Und dazu gehört schon was. Und wenn es dann mal geschafft ist, wenn die Druckdaten dort sind, wo sie hingehören, nämlich in der Druckerei und ich den Korrekturabzug bekomme und diesen bestätigt habe – dann atme ich gefühlt zehn Minuten lang aus und bin anschließend der entspannteste Mensch unter der Sonne.

Ich bin froh, mit so großartigen Menschen zusammenzuarbeiten. Jana Schander, ohne die das MAGAZIN kein Gsicht hätte. Mit Geduld, einem feinen Gefühl für die Inhalte, Kompetenz und Kreativität setzt sie das Layout um. Sucht Farben und Schriften, passt alles an und ein, korrigiert akribisch nach. Auch diesmal ist das wieder so und ich liebe die Zeit, mit ihr am Tisch zu sitzen und gemeinsam was zu ersinnen, bis wir beide zufrieden sind. Diesmal wird das Cover ganz besonders – und der Inhalt ganz in schwarz-weiß gehalten. Die Reduktion auf das Wesentliche sozusagen, wie ein liebster Mensch gesagt hat. So ist es in diesen Zeiten.

Und dann ist da Severin Kreibich vom Druckzentrum Rottal-Inn in Eggenfelden, der mir geduldig faire Angebote macht und für einen kleinen Ratsch am Telefon Zeit hat, der alles mit Papierlieferungen, der Buchbinderei, dem Lieferaten einfädelt, so dass ich immer termingerecht einen Schwung MAGAZINe auf der Palette vor die Tür geliefert bekomme. Und das Ergebnis beschert mir ein jedes Mal vor Spannung und Freude eine Gänsehaut.

Ja, und dann sind da noch ein, zwei liebste Menschen im Hintergrund, die mir während der Entstehung der nächsten Ausgabe Anregungen geben, mich ermutigen, mir die Schultern massieren, meine kleinen und großen Unsicherheiten anhören, besprechen, aus der Welt schaffen. Mich bestärken, in dem, was ich mache. Und dafür bin ich enorm dankbar.

Diesmal wird das ROTTALER GSICHTER MAGAZIN ein paar Tage später erscheinen. Die besonderen Zeiten verlangen das. Grade hab ich mit Severin telefoniert und er hat mir gesagt, dass die Papierlieferung erst Mitte nächster Woche kommt, bedingt durch Kurzarbeit. Dann ist es halt so. Ich vertraue Euch, Ihr lieben Leser*innen, dass Ihr dafür Verständnis habt, dass das MAGAZIN diesmal erst im Laufe der ersten Juniwoche in den Läden und in Euren Briefkästen, wenn Ihr ein Abo habt, sein wird.

Eins hat mich diese Zeit gelehrt. Die Dinge ein wenig lockerer hinzunehmen. Ja, das sage ich jetzt so leicht. Auch wenn ich die letzten Tage immer wieder mit Herzklopfen herumgelaufen und -gelegen bin, mich selbst nicht gut leiden konnte und den ein oder anderen Pickel gekriegt habe. Aber es ist doch tatsächlich so: Was denn, bitteschön, ist so schlimm, als dass es nicht zu händeln wäre? Da gibt es wenig. Über gewiss 98 Prozent der Dinge müssten wir uns nicht so aufregen, wie wir es tun. Weil’s nicht so wild ist. Weil wir eh nichts dagegen tun können. Und wenn wir was tun können, dann sollen wir das verdammt noch mal auch selbst tun und nicht anderen die Schuld geben.

Morgen, so habe ich es mir vorgenommen, werde ich den ganzen Tag in der Natur verbringen. Mich über die warme Luft freuen, über das einfache Sein. Mit Herzensmenschen, ein wenig gutem Essen und viel Leichtigkeit im Kopf. Ohne Uhr und ohne Smartphone. Nächste Woche geht‘s in Druck. Und das Leben ist wieder mal ziemlich schön…

Das Rotter Gsichter Magazin
Das Rottaler Gsichter Magazin

Print ist das neue Digital! Die Rottaler Gsichter gibt’s ab 1. Juli 2019 auch als MAGAZIN! Wie gewohnt mit Portraits von Rottalern – und obendrein mit mehr Gschichten, Menschen, Gedanken und Einblicken. Zum Anfassen. Aus Papier. In Echt.

Hier gibt’s weitere Infos…

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