Interview mit Katze Felix: „Ich mag es gemütlich“

Chiara geht in die 11. Klasse der Montessori-Fachoberschule in Passau. Die 18-Jährige macht ihr Schul-Praktikum bei Rottaler Gsichter und begeistert sich für das Thema Gestaltung. So sind die Illustrationen zu ihrem Interview mit ihrer Katze Felix entstanden. Richtig – Chiara hat ihren Kater interviewt – und er hat aus seinem Leben erzählt… Liest selbst!

Felix komm her! Sofort rennt er in meine Richtung, springt auf den Stuhl neben mir und setzt sich hin. Aufmerksam schaut er mich an. Felix kam am 2. April 2010, als einer von vier Geschwistern auf die Welt. Im Juni 2010 kam er dann zu uns, vorerst konnten wir uns nicht auf einen Namen einigen, so kam es dazu, dass wir, eher inoffiziell, die beiden anderen Auswahlen als zweiten und dritten Namen festgelegt haben. Sein voller Name lautet deswegen Felix Findus Ferdinand. Als er zu unserer Familie kam, waren meine Geschwister und ich noch sehr jung, also haben wir ihn direkt als Spielkameraden angenommen.

Felix, du lebst ja hier nicht nur mit uns Menschen, sondern auch anderen tierischen Familienmitgliedern, mitunter einem Hund, kannst du dort entspannt sein?

Mich bringt selten jemand aus der Ruhe und ich mag es sehr mit anderen zusammen zu sein.

Du warst ja der Erste, der zu uns kam, wie geht es dir dabei?

Naja, mich stört es nicht wirklich, das mit Johnny war am Anfang ziemlich komisch da ich nicht wirklich viel mit Hunden zu tun hatte, jetzt macht es mir nicht mehr so viel aus, abgesehen wenn Johnny mir zu nahe kommt, da kann ich schon einmal die Krallen ausfahren. Ich glaube nicht, dass Hunde mir so liegen.

„Für ein Leckerli muss ich was machen“

Und Katzen?

Mit Nelly und Jacky streite ich mich schon manchmal aber, der Fakt dass sie so wie ich sind, Katzen, macht es einfacher und deswegen läuft es da besser. Nelly lass ich sogar beim Essen vor. Mit fremden Katzen verstehe ich mich nicht wirklich gut.

Dein Name Felix hat ja die Bedeutung „der Glückliche“, bist du denn glücklich?

Ja, am meisten wenn ich mit meiner Familie zusammen bin oder wenn ich ein Leckerli bekomme, dafür muss ich aber etwas machen.

Ich schüttle die Leckerli Verpackung, sofort schaut er mich mit großen Augen an. Vor ein paar Jahren habe ich ihm beigebracht, mir die Pfote zu geben oder sich auf zwei Beine zu stellen um ein Leckerli zu bekommen. Er gibt mir die Pfote und kriegt darauffolgend ein Leckerli

Felix, was machst du am liebsten?

Am Tag? Nichts tun, entspannen. Nachts bin ich etwas aufgeweckter, da bin ich oft draußen und jage Mäuse, die ich manchmal auch mit nach Hause bringe. Einmal habe ich eine lebendige Blindschleiche mitgebracht und ins Wohnzimmer gelegt. Ich musste sie wieder nach draußen bringen und hab sie in einem Busch freigelassen.

Schläfst du viel?

Ich schlafe viel und gerne, oft bin ich im Tiefschlaf und Träume von allerlei Dingen.

Felix schläft gern mit dem Gesicht versteckt, ich persönlich habe keine Ahnung wie er denn so überhaupt Luft bekommen kann.

„Ich spüre es, wenn mich jemand braucht“

Wo verbringst du die meiste Zeit?

Ich bin gleich gerne in der Natur und im Haus, aber am liebsten bin ich auf dem Sofa oder schaue aufmerksam zu wenn jemand gerade kocht.

Was ist deine Lieblingsjahreszeit?

Sommer, da kann ich mich auf der Terrasse sonnen, das finde ich toll und draußen schlafen kann ich dann auch, denn da wird es nicht so kalt über Nacht.

Er hält sich gerne im Heuboden auf, im Winter schläft er meist dort, wenn er nicht im Haus ist.

Vor was fürchtest du dich?

Zu laute Geräusche mag ich gar nicht, denn ich habe einen feinen Gehörsinn und obwohl ich es nicht wirklich zugeben würde habe ich etwas Höhenangst.

Felix weigert sich auf höher gelegene Orte zu begeben und musste einmal gerettet werden, weil er auf ein Vogelhaus geklettert ist und sich nicht mehr runter getraut hat.

Was kannst du besonders gut?

Ich kann besonders gut Mäuse fangen, aber was ich am besten kann ist sehr lange und viel zu schlafen, ich mag es gemütlich.

Wenn du ein Mensch wärst, was für einen Beruf würdest du haben?

Wahrscheinlich würde ich einen Beruf haben, wo ich Menschen helfen könnte, denen es nicht gut geht, denn das kann ich gut, ich spüre es wenn jemand mich braucht.

Das passt gut zu dir! Vielen Dank für dein Interview. Schön, dass du bei uns bist!

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